So verwalten Sie iPhone-Apps: Wann Sie sie schließen und wann Sie sie im Hintergrund laufen lassen sollten
Wer weiß, wie man Apps auf dem iPhone richtig handhabt, kann sich viel Ärger ersparen, besonders wenn eine App fehlerhaft läuft oder gar nicht mehr reagiert. Es ist verlockend, im App-Switcher alle Apps zu schließen, in der Annahme, die Leistung zu verbessern oder Akku zu sparen – manche machen das ständig, als wäre es ein Zaubertrick. Aber ehrlich gesagt, so funktioniert iOS eigentlich nicht, und wiederholtes Schließen kann mehr Probleme verursachen als nutzen.
Die meisten Apps, die im App-Switcher des iPhones angezeigt werden, laufen gar nicht aktiv im Hintergrund. Sie sind lediglich pausiert und warten darauf, bei Bedarf wieder aktiviert zu werden. Das Betriebssystem ist ziemlich intelligent – RAM-Management, Hintergrundprozesse usw.– daher zwingt das unnötige Schließen von Apps iOS nur zu mehr Rechenleistung, was kontraproduktiv ist.
So schließen Sie Apps auf dem iPhone – und warum Sie das wahrscheinlich nicht tun sollten.
Den App-Switcher verstehen und wie iOS Apps verwaltet
- Öffnen Sie die App-Übersicht, indem Sie vom unteren Bildschirmrand nach oben wischen und kurz innehalten (bei iPhones mit Face ID).Bei Modellen mit Home-Taste tippen Sie zweimal auf diese. Das ist allerdings nur eine schnelle Übersicht über die zuletzt verwendeten Apps und zeigt nicht unbedingt an, welche Apps die meisten Ressourcen beanspruchen.
- Wischen Sie nach links oder rechts, um durch die zuletzt verwendeten Apps zu scrollen. Um eine App zu schließen, wischen Sie auf der Vorschau nach oben. Fertig.
Wenn eine App gar nicht reagiert oder sich ungewöhnlich verhält, kann das Schließen der App manchmal ihren Softwarezustand zurücksetzen und so den Fehler beheben. Beachten Sie jedoch, dass dies in den meisten Fällen für die normale App-Verwaltung nicht notwendig ist.iOS verfügt über eine integrierte Ressourcenverwaltung, daher ist das ständige Beenden von Apps kontraproduktiv und kann die Leistung Ihres Smartphones beeinträchtigen.
Und hier ist das Problem: Viele Leute entwickeln die seltsame Angewohnheit, ständig alle Apps zu schließen, in der Annahme, das würde die Akkulaufzeit verlängern oder die Geschwindigkeit verbessern. Spoiler: Das stimmt nicht. Manchmal verschlimmert es die Situation sogar, weil das iPhone die App beim erneuten Öffnen komplett neu laden muss, was Zeit kostet und den Akku zusätzlich belastet.
5 Gründe, warum Sie Ihre geöffneten iPhone-Apps nicht schließen sollten
Apps laufen nicht ständig im Hintergrund.
Hier entsteht oft Verwirrung. Nur weil eine App im App-Switcher angezeigt wird, heißt das nicht, dass sie aktiv Ressourcen verbraucht.Apples Supportseite erklärt dies: Nach dem Verlassen einer App werden die meisten Apps schnell angehalten und laufen nicht aktiv. Sie sind einfach im Hintergrund, verbrauchen weder Strom noch Arbeitsspeicher und sind sofort wieder einsatzbereit.
Das iPhone verwaltet den Arbeitsspeicher effizient.
Manche behaupten, das erzwungene Beenden von Apps würde Arbeitsspeicher freigeben. Doch iOS ist darin deutlich besser, als die meisten annehmen. Das System entfernt Apps automatisch aus dem Arbeitsspeicher, wenn Speicherplatz benötigt wird – warum also manuell? Außerdem müssen Apps, die zwangsweise geschlossen werden, beim nächsten Öffnen komplett neu starten, anstatt wie vorgesehen schnell fortzufahren.
Das Schließen von Apps führt lediglich dazu, dass sie ständig neu geladen werden.
Das ist ziemlich nervig. Stell dir vor, du schreibst eine SMS oder surfst im Internet, wischst dann zum Schließen einer App und musst sie später wieder komplett neu laden. Das ist ineffizient, verursacht eine minimale Verzögerung und – Überraschung – verbraucht unnötig Akku. An manchen Tagen ist es besser, Apps einfach in Ruhe zu lassen, besonders wenn man sie gerade aktiv nutzt.
Der App-Switcher wird schnell nutzlos.
Wenn man ständig alle Apps wegwischt, verliert die App-Übersicht ihren Nutzen. Sie soll eigentlich ein schneller Weg zurück zu den zuletzt verwendeten Apps sein, nicht der Ort, um alles zu schließen. Wenn sie ständig leer ist, verbringt man mehr Zeit damit, Apps über den Startbildschirm oder Spotlight zu suchen. Nicht gerade effizient.
Apple rät davon ab
Wenn es etwas gibt, das diesen Punkt wirklich verdeutlicht, dann sind es Apples eigene Supportinformationen. Dort heißt es, man solle Apps nur schließen, wenn sie einfrieren oder sich ungewöhnlich verhalten. Es sei nicht nötig, Apps einfach nur zu schließen, weil sie geöffnet sind. Apple hat sogar Belege aus dem eigenen Team – wie die E-Mail-Antwort von Craig Federighi –, dass das regelmäßige Beenden von Apps weder notwendig noch hilfreich ist. Wäre es das, wäre das Betriebssystem anders konzipiert.
Wann sollte man Apps auf dem iPhone tatsächlich schließen?
Wenn eine App abstürzt oder gar nicht mehr reagiert, ist es sinnvoll, sie zwangsweise zu beenden. Ansonsten lassen Sie sie einfach laufen. Sobald Sie das verinnerlicht haben, werden Sie sich angewöhnen, ständig alles zu schließen. Anstatt Ihre Energie mit „Optimierungsversuchen“ zu verschwenden, vertrauen Sie iOS und greifen Sie nur ein, wenn es unbedingt nötig ist.
Wenn eine App also das nächste Mal Probleme macht, öffnen Sie den App-Switcher, suchen Sie die betreffende App und wischen Sie nach oben, um sie zu schließen. Funktioniert aber alles einwandfrei, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen – lassen Sie sie einfach in Ruhe, iOS kümmert sich um den Rest.